IG Metall Nordhausen
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25.10.2020, 22:10 Uhr

Von Flugzeugturbinen zu Automatik-Getrieben hin zu Kraftwerksgeneratoren

Mit der RoadShow der IG Metall machten im Oktober die Arbeitszeit in Arnstadt und Erfurt zum Thema und kamen mit den Beschäftigten ins Gespräch

  • 25.10.2017
  • Aktuelles, Tarif

Im Vorfeld der Tarifbewegung 2018 in der die IG Metall eine Forderung auf ein Recht auf verkürzte Vollzeit diskutiert, haben wir mit den Kolleginnen und Kollegen von n3 und BorgWarner in Arnstadt sowie vom Siemens-Generatorenwerk das Gespräch gesucht. Dazu machte das RoadShow-Mobil der IG Metall in den drei Werken Halt.

Am Mittwoch, den 18. Oktober bildete n3, das gemeinsame Werk von Lufthansa und Rolls Royce zur Triebwerksüberholung in Arnstadt die erste Station. Zum Schichtwechsel informierten sich die Kolleginnen und Kollegen über die Vorhaben der IG Metall in der aktuellen Arbeitszeitdebatte im Vorfeld der Tarifbewegung 2018 der Metall- und Elektroindustrie. In der Beschäftigtenbefragung der IG Metall im Frühjahr hatten hier im Werk drei von vier Befragten angegeben, dass sie eine Angleichung der tariflichen Arbeitszeit im Osten an das Westniveau wollen. Vor Ort wurden die Hauptamtlichen der Geschäftsstelle durch Vertrauensleute und Betriebsräte unterstützt.

Am zweiten Tag der Tour, am Donnerstag, den 19. Oktober machte die Roadshow in Arnstadt im Rahmen einer Betriebsversammlung bei BorgWarner, einem Hersteller von Automatik-Getrieben für namenhafte deutsche Automobil-Hersteller, Station. Vor und nach der Betriebsversammlung hatten die Kolleginnen und Kollegen Gelegenheit, sich im Rahmen einer Betriebsratssprechstunde über die Ausgestaltung der tariflichen Arbeitszeit im Betrieb zu informieren. Dazu standen auch die Hauptamtlichen der IG Metall-Geschäftsstelle Rede und Antwort.

Auch in diesem Werk forderten im Rahmen der Beschäftigtenbefragung 2017 nahezu dreiviertel der Befragten die Angleichung der Arbeitszeit. Die Beschäftigten hatten sich 2012 den Anschluss an den Flächentarifvertrag erkämpft und sind fest entschlossen, diesen Tarifvertrag weiterzuentwickeln.

Am dritten und letzten Werk besuchten wir mit dem RoadShow-Mobil die Kolleginnen und Kollegen des Siemens-Generatorenwerks in Erfurt. Neben der aktuellen Debatte um etwaige Verkaufsabsichten der kompletten Siemens-Kraftwerkssparte von Seiten des Konzernvorstands ist das Thema Arbeitszeit eines der dominierenden Gesprächsthemen im Werk. Für die Kolleginnen und Kollegen steht somit eine „Doppelbelastung“ an. Wieder einmal müssen sie um die Zukunft des Werkes und den Verbleib im Konzernverbund kämpfen. Auf der anderen Seite geht es ihnen auch um eine lebenswerte Zukunft mit guten tariflichen Bestimmungen, die es weiter zu entwickeln gilt. Nicht weniger als 15 Kolleginnen und Kollegen konnten am Rande dieses Termins als Mitglied für die IG Metall gewonnen werden. Ein starkes Zeichen, was den Betriebsrat und der IG Metall in der aktuellen Gemengelage den Rücken stärkt.


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