Transformation

Gemeinsame Anstrengungen zur Transformation im Eichsfeld

07.08.2025 | Bereits im August 2022 führte die IG Metall Nordhausen erste Gespräche mit Betriebsräten aus dem Eichsfeld durch, um die Herausforderungen und Chancen des Transformationsprozesses zu diskutieren. Dabei wurde schnell klar, dass ein ganzheitlicher Ansatz notwendig ist, um die Region im Eichsfeld zukunftsfähig zu gestalten.

Urkundenüberreichung im September 2024

Die Region Nordthüringen (Eichsfeld) steht vor einem bedeutenden Wandel. Unter der Federführung der IG Metall Nordhausen ist es gelungen, ein Netzwerk aus zahlreichen Unternehmen und Institutionen zur Bewältigung des Transformationsprozesses zu bilden. Die Bereiche Energie, Mobilität und Dekarbonisierung werden als die zentralen Zukunftstreiber im Transformationsprozess betrachtet.

In mehreren Gesprächen wurden Geschäftsleitungen, die Hochschule Nordhausen sowie lokale Politiker wie der Landrat und Bürgermeister zur aktiven Beteiligung aufgefordert. Diese Bemühungen führten am 7. Dezember 2023 zu einem ersten wichtigen Ergebnis. Unternehmen wie ESW, Musashi, Mubea (früher Jansen) und Griwe unterzeichneten gemeinsam mit den Betriebsräten, der IG Metall Nordhausen, der Gemeinde Haynrode, der LEG, der ThEEN, der ThEGA und der Hochschule Nordhausen eine Absichtserklärung, mit dem Willen, die Transformation gemeinsam zu gestalten.

Unterstützung erhielt das Projekt auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK, heute Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), der IG Metall Bezirk Mitte und dem Vorstand, sowie von der TRIVEDA GmbH. Ein bedeutender Erfolg war die erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb Zukunft Region des BMWK, bei dem unser Projekt "ECO2WEL" (Dekarbonisierungsprojekt CO2-neutrale Wertschöpfung und Lebensqualität im Eichsfeld) für die Entwicklungsphase ihre Förderbestätigung erhielt. Die Urkunde wurde am 16. September 2024 auf der Konferenz „Regionale Transformation gestalten“ in Essen von Staatssekretär Sven Giegold überreicht (Galerie). Das Jahr 2024 markierte somit einen entscheidenden Meilenstein.

In diesem und nächstem Jahr soll ein umfassendes Konzept für die dreijährige Umsetzungsphase von 2027 bis 2029 erstellt werden. Die Arbeitsschwerpunkte (Galerie) müssen nun zu einem ganzheitlichen Konzept konkretisiert und zusammengeführt werden. Die Fortschritte des Projekts werden in Kürze auf einer eigenen Homepage weiterverfolgt werden können. Die Beteiligten sind zuversichtlich, dass die gemeinsamen Anstrengungen die Region nachhaltig und zukunftsfähig macht.

Warum ist das Projekt wichtig?

1. Am Prozess aktiv beteiligt sein:

"Es ist entscheidend, dass alle Beteiligten aktiv am Transformationsprozess teilnehmen, um sicherzustellen, dass die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse einfließen und berücksichtigt werden können", so Freddy Hunold, Betriebsrat und Projektbegleiter beim Eichsfelder Schraubenwerk.

2. Arbeitsplätze und die Zukunft der Region sichern/mitgestalten

"Durch die aktive Mitgestaltung des Transformationsprozesses können wir dazu beitragen, die Arbeitsplätze in der Region Eichsfeld sicherer zu machen und gleichzeitig eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung fördern zu können", betonen Christoph Wiederhold und Heiko Liebscher, Betriebsratsvorsitzende und Projektbegleiter bei MUSASHi Leinefelde

3. Beteiligungsprozesse sichern/organisieren, Menschen aktiv einbinden

"Es ist wichtig, dass die Beteiligungsprozesse gut organisiert sind und die Menschen aktiv eingebunden werden, um eine breite Akzeptanz und Unterstützung für die Veränderungen zu gewährleisten", bekräftigt Andreas Zappe, Betriebsratsvorsitzender bei Gestamp Griwe Haynrode.

Von: bs

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