Continental/Vitesco Mühlhausen

Von Anstand und Respekt keine Spur

  • 09.12.2020
  • Aktuelles

Wer den Standort Mühlhausen als nicht wirtschaftlich darstellt, arbeitet mit einer politischen Lüge. Nachdem CONTI/VITESCO sein Handeln zum Erhalt von Standorten und Beschäftigung von einer durch die Arbeitnehmer garantierten Rendite von mindestens 8% abhängig machte, wurde klar, dass jeglicher Anstand und Respekt gegenüber den Menschen verlorengegangen ist.

Nach wie vor ist auch die volle, inhaltliche Beantwortung des Fragenkataloges, welcher Werkleiter Hoffmann auf der letzten Abteilungsversammlung übereicht wurde, offen.

"Das sind keine Voraussetzungen, unter denen man ernsthaft in Verhandlungen treten kann", so Bernd Spitzbarth, Geschäftsführer der IG Metall in Nordthüringen auf der gestrigen Protestkundgebung.

„Wir fordern die Schließungspläne zu beerdigen, die Maschinen und Anlagen für das neue Produkt in Mühlhausen zu belassen und die Produktion systematisch dafür hochzufahren. Weiterhin fordern wir zum Zukunftsthema Wasserstoff das vorhandene Grundpotential weiter zu entwickeln und die Kompetenzen dazu am Standort zu bündeln. Mühlhausen hat das erforderliche Know how am Standort und im universitären Umfeld, um die Zukunft erfolgreich bewältigen zu können. Wer den Standort als unwirtschaftlich abbildet und damit die Vernichtung von über 160 Arbeitsplätzen begründet, arbeitet mit einer politischen Lüge.“ Davon ist nicht nur Spitzbarth überzeugt.

Unterstützung bekamen die Beschäftigten auch von der Thüringer Landesregierung, dem Wirtschaftsministerium und dem Oberbürgermeister Mühlhausens, Dr. Bruns. So versicherte die Staatssekretärin Valentina Kerst, dass die Landesregierung mit dem Wirtschaftsministerium alles unternimmt, um den Standort eine Chance zu geben. In seiner Grußbotschaft untermauerte Dr. Bruns, dass er und die ganze Stadt hinter den Beschäftigten von CONTI/VITESCO stehen. Hier haben die Menschen über Jahre zum Erfolg beigetragen. Wir sind heute nicht hier um zu bitten, sondern fordern ein Umdenken bei den Verantwortlichen ein.