NORMA

Was zählt, ist faire Beschäftigung

  • 21.10.2020
  • Aktuelles, NORMA

Die IG Metaller*innen haben auf der Versammlung am 30. September 2020 bei der NORMA Germany in Gerbershausen den Sozialtarifvertrag angenommen und die Betriebsparteien haben den erforderlichen Interessensausgleich und Sozialplan nun un-terzeichnet. Das Licht ist nicht aus, heißt es bei den Beschäftigten.

Damit wurde ein Stück Perspektive gegeben. Das sieht auch Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Nordthüringen so: „Wenn alle ihre Hausaufgaben machen, dann ist wieder Licht am Ende des Tunnels“.

Vereinbart wurde neben Abfindungen auch eine Transfergesellschaft mit einer Dauer von 12 Monaten. Der Ausspruch von betriebsbedingten Kündigungen wurde um neun bzw. 21 Monate nach hinten verschoben. Somit hat man unter Einbeziehung der Transfergesellschaft für mindestens zwei Drittel der Belegschaft bis maximal Ende 2023 Arbeitslosigkeit abgewendet. Mit dem Einrichten einer Arbeitsgruppe zum sozial- und wirtschaftspolitischen Dialog wurde ein neues Ziel definiert:  Es ist Aufgabe, intensiv nach zukunftsträchtigen Investoren zu suchen. Hiermit wurde die PM & Partner – Marketing Consulting GmbH explizit über einen Zweijahreszeitraum beauftragt. Die Arbeitsgruppe ist unter der Leitung der NORMA weiterhin mit Vertretern der Landesregierung, der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft, dem Arbeitgeberverband, der IG Metall und der Region Gerbershausen besetzt. Für Spitzbarth bedeutet das: „Wenn es mit zukunftsträchtigen Produkten und zu fairen Bedingungen im Industriegebiet für die Beschäftigten weitergeht, dann ist es ein sehr gutes Ergebnis. Die Arbeitsgruppe hat nun die Aufgabe, alles dafür möglich zu machen, dass das Licht heller wird“.

Für Swen Niekler, Betriebsratsvorsitzender und Eileen Ritter, Sprecherin der IG Metall Vertrauensleute bei der NORMA steht fest: „Ohne den starken Willen der Metaller*innen und der breiten, parteiübergreifenden (LINKE; CDU; SPD; Grüne) Solidarität, den Rückenhalt der ganzen Gemeinde und den Protesten aus den umliegenden Betrieben wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. Dieser Zusammenhalt darf jetzt nicht aufgegeben werden, er muss die Kraft und die Grundlage für die Arbeit in der Arbeitsgruppe sein. Dann schreiben wir tatsächlich Zukunft.“