IG Metall Nordhausen
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11.12.2019, 23:12 Uhr

Mühlhausen

Bei Continental ist kein Mensch zu viel

  • 27.11.2019
  • Aktuelles

Transformation oder beschäftigungspolitischer Kahlschlag bei Conti? Geht es nach den Plänen von Continental dann sollen mehrere Werke in Deutschland geschlossen und tausende Menschen ihren Job verlieren. Seit Monaten ringen die Betriebsräte, Beschäftigten und die IG Metall mit dem Management nach Lösungen die den Menschen dienen. Ein Durchbruch ist noch nicht gelungen, so dass die Beschäftigten Bundesweit am 20. November 2019 zum Ausdruck brachten, was sie davon halten.

Die IG Metall hat am 20. November die Beschäftigten aller deutschen Standorte der Continental AG und von Vitesco zur Teilnahme an einem gemeinsamen Aktionstag #FAIRCONTI aufgerufen. Auf der gemeinsamen Betriebsversammlung mit den Kolleg*innen aus Bebra informierte der Betriebsrat über den derzeitigen Stand der Unternehmensplanungen. Die Botschaft ist eindeutig, die Conti-Planungen können letztendlich jeden Beschäftigten an jedem Standort treffen. Dem gilt es, sich gemeinsam entgegenzustellen. Die Kolleg*innen waren sichtlich empört und zeigten Conti dafür die rote Karte. Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen forderte Conti auf, „von ihren Plänen Abstand zu nehmen. Die Zukunft gestaltet nicht dadurch, dass man Fachkräfte arbeitslos und deren Familien die Zukunft zerstört." Conti hat nicht wenig Bundesmittel also Steuergelder im letzten Jahrzehnt erhalten. Nun dürfe Conti das ökologische Zeitalter nicht mit einem Rationalisierungszeitalter verwechseln. Gemeinsam mit den Beschäftigten sind die Herausforderungen zu stemmen. "Einen sozialverträglichen Personalabbau hat es noch nie gegeben. Kündigungen und Arbeitslosigkeit machen Krank und sind die falschen Rezepte für einen modernen Industriestandort für einen Sozialstaat“, so Spitzbarth weiter. 

Im Anschluss an der Betriebsversammlung zogen die Beschäftigten spontan vor das Werkstor um demonstrativ auf ihre Strategie aufmerksam zu machen.

BEI CONTI IST KEIN MENSCH ZU VIEL!!! 

Stephan Isenhuth und Oliver Walther vom Betriebsrat Mühlhausen forderten Conti auf Beschäftigungsperspektiven für jeden Standort zu schaffen. „Die anstehende, technische Transformation muss mit einer sozialen Transformation einhergehen. Sie darf nicht einseitig auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Die Beschäftigten erwarten, dass der Continental-Vorstand Verantwortung für die Beschäftigten übernimmt und nicht aus reiner Profitgier Arbeitsplätze opfert.“  

Mehr Infos und Bilder findet ihr in den Dateien unten.


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