Continental/ Vitesco

Andreas Wolf - Stoppen Sie die Verlagerung!

  • 26.01.2021
  • Aktuelles

Conti/Vitesco setzt den Spatenstich zur Beerdigung des Betriebsteil Mühlhausen! Nach Verlautbarung des Werkleiters von Vitesco Technologies Bebra/Mühlhausen (ehemals Continental), Joachim Hoffmann, gibt es Planungen, den Betriebsteil zum 31.12.2022 zu schließen.

Ihren Unmut über derartige Pläne haben die Beschäftigten schon mehrfach vor dem Werktor und im Stadtzentrum von Mühlhausen zum Ausdruck gebracht. Bisher gab es bei Hoffmann kein Umdenken.

Nun soll mit der Verlagerung von Maschinen und Anlagen begonnen werden. Hier geht es um eine Produktionslinie, welche für einen Neuanlauf von Produkten vorgesehen ist. Der Betriebsteil Mühlhausen hatte nach erfolgter Ausschreibung den Zuschlag bekommen. Zur Erinnerung: Conti/Vitesco beklagen die hohen Kosten, es müsse gespart und effizienter produziert werden. Der Weg zum Erfolg solle über den Abbau von 13.000 Beschäftigten gefunden werden.

In den Ohren der Beschäftigten in Mühlhausen klingt das wie Hohn. Der Betriebsteil war immer gut aufgestellt. Das neue Produkt hat man beim Kunden Volkswagen nicht umsonst zugesprochen bekommen. Die Verlagerung soll laut unbestätigten Meldungen einen zweistelligen Millionenbetrag verschlingen. Eine Offenlegung der Kosten und die zu erwartenden Herstellungskosten am neuen Produktionsstandort werden trotz mehrmaliger Aufforderung nicht transparent gemacht. Ob der Vorstand und Aufsichtsrat darüber vollumfänglich informiert wurden, entzieht sich unserer Kenntnis.

Die Belegschaft fordert in einem Brief CEO Andreas Wolf auf, die Verlagerung zu stoppen und sich zu ernsthaften Gesprächen über Zukunftskonzepte an den Tisch zu setzen. Weiterhin wird in Frage gestellt, ob die Verlagerung zu diesem Zeitpunkt rechtlich zulässig ist. Ein Interessensausgleich über die geplante Betriebsänderung wurde bisher noch nicht geschlossen. Kommt es hier nicht zeitnah zu gerechten Lösungen, wird Widerstand nicht ausbleiben, so Insider.

Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen bestätigt auf Anfrage, dass der Unmut groß und nicht unberechtigt ist. Die IG Metall wird die Beschäftigten in ihrem Kampf um den Erhalt des Betriebsteils unterstützen.